Dreckige Neuwagen verschlechtern Klimabilanz

Der CO2-Ausstoss von neuen Autos steigt an und obwohl das Gesetz im kommenden Jahr 95 Gramm CO2 anpeilen will, ist der CO2-Wert der verkauften Neuwagen im Durchschnitt dieses Jahr weiter angestiegen. Laut einem Tages-Anzeiger Bericht, sind die neu zugelassenen Personenwagen dieses Jahr im Schnitt bei 139,6 Gramm CO2 pro Kilometer, knapp 2 Gramm mehr als 2018. Das Bundesamt für Energie bestätigte gegenüber dem Tagi diese Berechnungen.

Damit dürften auf einige der Autoimporteure massive CO2-Bussen zukommen, denn auch heute schon gilt ein Wert der tiefer liegt als der Durchschnittswert derzeit liegt. Bereits seit 2015 dürfen die CO2-Emissionen die 130-Gramm-Grenze nicht übersteigen – eine Vorgabe, die in keinem Kanton erfüllt wird. Die Autos sind in den Kantonen Graubünden und Zug am klimaschädlichsten, noch relativ human liegen die Werte in den Kantonen Thurgau und Obwalden. Im letzten Jahr waren rund 31 Millionen Franken an Bussen fällig, wurden aber vor allem von Mercedes und Fiat Daimler getragen doch heute werden die Sanktionen wohl ähnlich hoch ausfallen.

Im kommenden Jahr werden Bussen von 200 bis 300 Millionen Franken erwartet, wenn es der Branche nicht gelingt das Ruder herum zu reissen. Dass dies gelingen könnte ist eher nicht zu erwarten, das zeigt die anstehende Auto Zürich, die als Branchenschau wiederum versammelt, was weit über 130 Gramm CO2-Verbrauch liegt. Eine Besinnung gibt es keine, es sind aber im Moment auch noch keine Demonstrationen angesagt wie diese zur IAA in Frankfurt stattgefunden haben.

Für das kommende Jahr gilt in Sachen CO2 noch eine Übergangszeit, die Importeure dürfen noch die dreckigsten 15 % der Neufahrzeuge ausserhalb der Flottenwerte verkaufen und müssen diese nicht in den 95 Gramm CO2 berücksichtigen. Diese Übergangslösung soll verhindern, dass von heute auf morgen grosse Autos aus den Regalen verschwinden.

Ursprünglich wollte die Branche diese Regelung über einige Jahre weiter führen, das heisst weiterhin einige Teile der verkauften Autos ausserhalb der Berechnung führen, das hat man nun aber vom Gesetzgeber her abgesagt.

Definitiv Tatsache ist, dass es sogenannte Supercredits geben wird. Verkaufte Elektroautos mit 0 Emmissionen dürfen dann mehrfach gerechnet werden, womit der CO2-Ausstoss der Flotte rechnerisch gedrückt wird. Diese Supercredits sind die einzige Fördermassnahme die es in der Schweiz gibt, deshalb fordert Auto Schweiz auch, dass diese bleiben sollen. Autoimporteure können mit den verkauften Elektroautos somit die Flottenwerte vermindern, was durchaus Anreize schafft, Elektroautos zu puschen.

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