Prozess um Rassismus bei BMW

Im Berufungsprozess um die Kündigung eines sächsischen Leiharbeiters, der sich bei BMW gegen angebliche rassistische Äusserungen gewehrt hat, werden die Karten neu gemischt. Das bayerische Landesarbeitsgericht hat in der ersten Verhandlung am Dienstag eine Vertagung angeordnet und will nun Zeugen einvernehmen, weil man die Abläufe im Vorfeld der Kündigung klären möchte. In erster Instanz hat die Leiharbeitsfirma Brunel nicht bestritten, dass rassistische Äusserungen gefallen sind, das ist protokolliert, nach einem Anwaltswechsel mauert die Firma nun in zweiter Instanz und will nichts mehr davon wissen.

Die erste Instanz hatte die Kündigung für nichtig erklärt und dem Arbeiter zugestanden, dass Äusserungen gefallen sind, die der Kläger nicht hinnehmen muss. In der Berufung zeigt sich nun aber die Beklagte ungewöhnlich stur, das wird Folgen haben.

Sollte die Zeugenvernehmung bestätigen, dass die rassistischen Aussagen fielen und dem Leiharbeiter kurz nach seinem Protest dagegen gekündigt wurde, dürfte er gute Chancen haben eine Entschädigung zu erhalten. Sicher ist auf jeden Fall, BMW selbst ist nur am Rande betroffen, der Leiharbeiter und die Vermittlungsfirma kämpfen gegeneinander.

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