Daimler veröffentlicht schon wieder Gewinnwarnung

Der Daimler-Konzern war schon unter Druck als der neue Chef Ola Källenius an Bord kam, seit der Stabübergabe ist der Konzern nun nur noch mehr unter Druck geraten. Der Autobauer warnte gestern nun vor weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro Aufwand für den Dieselskandal, damit fällt der Konzern noch tiefer in ein Loch.

Der operative Gewinn (Ebit) war 2019 nur halb so hoch wie die 11.1 Milliarden Euro aus dem Jahr 2018, nach vorläufigen Zahlen rechnet Daimler mit 5,6 Milliarden Euro Ebit. Der Diesel-Aufwand ist in diesen Zahlen noch gar nicht eingerechnet.

Die Rendite von vier Prozent auf der Marke Mercedes-Benz hat zudem dramatisch tiefe Werte erreicht, so tief liegt kein anderer Premiumhersteller. Kommt hinzu, dass der Konzern die Umstellung auf E-Antriebe noch nicht einmal ansatzweise geschafft hat, der Konzern hat bislang in diesem Bereich alle Ziele verfehlt. Vergleicht man das mit der Konkurrenz von Tesla könnte man Angst bekommen um Daimler.

Auch deshalb haben gestern deutsche Zeitungen wieder davon gesprochen, dass BMW und Daimler zusammen gelegt gehören. Von einem solchen Schritt sind die beiden Unternehmen aber noch weit entfernt.

Denn Daimler muss nun zuerst die Dieselkrise bewältigen und sich der Thematik stellen, was man bislang nicht gemacht hat. Daimler weist Betrugsvorwürfe zurück und will sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Klagen und Auflagen von Behörden wehren, hat aber gleichzeitig Mehrere hunderttausend Autos mit einem Softwareupdate versehen.

Der Umstieg auf E-Mobilität kostet zudem weit mehr als veranschlagt war und ein Stellenabbau ist nicht einmal ansatzweise umgesetzt. So steht das Unternehmen weiter unter Druck und wird es wohl auch noch einige Monate bleiben.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.